Wahlprogramm zur Bürgermeisterwahl

Viele Bürger werden durch die Sanierung der Straßen und die danach anfallenden Straßenbeiträge finanziell stark belastet. Insbesondere junge Familien und ältere Bürger sind davon besonders betroffen. Als Bürgermeister möchte ich mich für die Abschaffung  gemeindlicher Gebühren  beim Straßenausbau einsetzen.

Seit Jahren wird ein Verkehrskonzept für unserer Gemeinde erarbeitet. Verwertbare Ergebnisse  liegen bislang keine vor. Die Parkplatz- und Verkehrssituation hat sich in den letzten Jahren sichtlich verschlechtert. Als Bürgermeister möchte ich mich dafür einsetzen, dass die Verkehrsströme besser gelenkt und zügiger durch alle Ortsteile geleitet werden.

Bei der Umsetzung der von den Gemeindegremien beschlossenen Baumaßnahmen ist es in den vergangenen Jahren immer wieder zu teilweisen erheblichen Verzögerungen gekommen. Das zeigt sich besonders auffällig an den Haushaltsresten für nicht umgesetzte Vorhaben der vergangenen Jahre.

Auf Grund der langen Zeitspanne zwischen Planung und Ausführung der Projekte erhöhen sich die ursprünglich veranschlagten Kosten und der Gemeindehaushalt wird zusätzlich belastet.

Der Wandel unserer Gesellschaft sollte auch nicht vor dem Rathaus der Gemeinde Gründau Halt machen. Ich möchte auch den geänderten Lebensverhältnissen (z.B. verlängerten Arbeitszeiten) Rechnung tragen und den Bürgern die Möglichkeit eröffnen, jederzeit von überall Formulare ausfüllen und online einzureichen zu können.

Durch die von der kreiseigenen Kompostierungsanlage verursachten Geruchsbelästigungen sowie durch die in den letzten Jahren immer stärker werdende Fliegenpopulation ist die Lebensqualität in unserer Gemeinde stetig gesunken. Ich werde  für die Einhausung der Kompostierungsanlage kämpfen, um das Leben in betroffenen Ortsteilen wieder lebenswerter zu gestalten.

Es ist mir wichtig, die wohnortnahe Hausarztversorgung aufrecht zu erhalten. Ältere und kranke Menschen sollten aus meiner Sicht ohne weite Wege Zugang zu Ihrem vertrauten Hausarzt haben.

Auf Grund der Tatsache, dass die Menschen immer älter werden, wird immer mehr medizinische Versorgung benötigt. Auf der anderen Seite geben viele Allgemeinmediziner altersbedingt Ihre Praxen auf. Durch die Einstellung von Gemeindeschwestern sollen die vorhandenen Allgemeinmediziner unterstützt und bei den Hausbesuchen entlastet werden.

Die Bürgerinnen und Bürger sollen durch das Projekt “Gemeindeschwester 2.0” der hessischen Landesregierung weiterhin eine bestmögliche medizinische Versorgung erfahren.

Ich möchte ich mich für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum einsetzen. Mein Ziel ist es, Investoren für derartige Projekte zu gewinnen, um mit diesen gemeinsam die bereitgestellten Fördermittel des Landes Hessen zu nutzen und die Bürgerinnen und Bürger finanziell zu entlasten.

Als Bürgermeister sehe ich mich in der Pflicht, die Mobilität unserer älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger zu unterstützen. Die Förderung und Einführung eines Bürgerbusses soll dieses erheblich erleichtern. Im Rahmen des landesweiten Programmes “Bürgerbus” wird den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit eröffnet, z.B. Arzttermine außerhalb der geregelten Busfahrzeiten wahrnehmen zu können. Der Bürgerbus beruht auf ehrenamtlichem Engagement der Bürger und soll keine Konkurrenz zu den öffentlichen Verkehrsmitteln darstellen.

In unserer Gemeinde existieren circa 100 Vereine, in denen Menschen einerseits Ihren unterschiedlichen Hobbys nachgehen, andererseits Ehrenämter zum Wohl der Bürger ausüben. Dies möchte ich weiter in den Vordergrund rücken und fördern, da diese Vereine wichtige Funktionen in unserer Gesellschaft innehaben, wie zum Beispiel der Aufbau und  die Pflege sozialer Kontakte.

Außerdem leisten unsere Vereine wichtige Aufgaben in der Kinder- und Jugendarbeit, die die Kommune finanziell entlasten.